Der Sinn des Parcours der Sinne - Entfaltung von Fühlen und Denken

"Die Sinne sind der Keim des Lebens."

Was wäre, wenn wir überhaupt keine Sinne hätten? Wenn wir nicht hören, sehen, tasten, riechen, schmecken, spüren könnten? Undenkbar! Mit den Sinnen nehmen wir unsere Umwelt wahr, können uns orientieren, können Kontakt mit anderen Menschen aufnehmen, können Erfahrungen machen, können lernen. Wie wichtig unsere Sinne für uns sind, wird erst dann deutlich, wenn einer davon fehlt, wie zum Beispiel beim Verlust des Augenlichts. Zu welchen Sinneseindrücken wir fähig sind z.B. feinste geschmackliche Nuancen wahrzunehmen, feinste Unterschiede von Oberflächen zu ertasten - ist uns wenig bewusst.

Hugo Kükelhaus (1900-1984) machte uns darauf aufmerksam, dass die moderne Welt mit den Annehmlichkeiten ihrer Hochtechnologie dazu verführt, angeborene Möglichkeiten der Sinneswahrnehmung zu vernachlässigen, Aufmerksamkeit und Wahrnehmung den technischen Möglichkeiten anzupassen und damit zu verengen und zu reduzieren. Dem äußeren Wohlstand entspricht eine innere Verarmung. Viele Menschen be-sinnen sich aber wieder und wollen bewusster leben.

Der Parcours der Sinne ist allerdings mehr als ein Auffrischungskurs für die Sinne oder eine Blitzkur für gestresste Menschen. Hier kann man sich selbst und seine Sinne unmittelbar erleben. Direkt und ohne Hilfsmittel der Moderne: unplugged.

Stellen wir uns auf die Füße und spüren den Boden, der uns trägt, und die Kraft, die uns aufrichtet. Spüren und erkennen wir mit der Hand Dinge, ohne dass das Auge mitwirkt. Erleben wir, wie unser Auge Dinge sieht, die es nicht gibt.

Im Parcours der Sinne können wir auf Entdeckungsreise gehen und das Wunder unserer Sinne erkunden und erleben.